Eine geschmeidige Raubkatze stand Pate bei der Namensgebung für diese Rute: der Gepard (englisch Cheetah). Die Wahl des Namens erweist sich als sehr treffend. Denn beim Spinnfischen wird diese Rute zu einem ebenso geschickten und erfolgreichen Jäger wie die Raubkatze.
Das Rückgrat des Raubfischjägers Cheetah bildet ein Blank aus hochwertigem Kohlefasermaterial. Er verleiht der Rute eine straffe Spitzenaktion und eine Schnelligkeit, die sehr dynamisches Kunstköderangeln ermöglicht. Die Rute erzielt eine hohe Wurfgenauigkeit und vermittelt ein ungestörtes Gefühl für den Köder.
Das Testmodell mit einer Länge von 2,59 Meter und einem Wurfgewicht von 10 bis 40 Gramm zeigte sich bei Spinnern, Blinkern, Wobblern und Gummiködern gleichermaßen feinfühlig. Besonders harmonisch erschien das Zusammenspiel mit den Gummis.
Von den technischen Daten ist die Testrute eher für das Barsch- und Zanderangeln ausgelegt. Sie wurde aber beim Praxistest auch zum Hechtangeln eingesetzt. Dabei hat die Rute mit schneller Reaktion selbst auf größere Entfernung den Anhieb sicher durchgebracht. Im Drill zeigte sie sich energisch, aber in der Endphase vor der Landung auch nachgiebig. Durchgängig vermittelte die Rute ein gutes Gefühl für den gehakten Fisch und die Sicherheit, dass im Drill nichts schief gehen kann.
Beim Hantieren mit der Rute fällt schnell auf, dass der Griff ein paar Zentimeter kürzer ist als bei ergleichbaren Spinnruten. Der Griff schließt mit dem Ellbogen oder sogar kurz davor ab. Für jemanden, der längere Griffe gewöhnt ist, bedeutet das eine kleine Umstellung. Auf engem Raum im Boot erweist sich der kürzere Griff als ein bequemer Vorteil. Alle Ruten der Cheetah-Serie sind mit hochwertigen Komponenten ausgestattet: Fuji SIC-Ringen, einem extrem haltbaren Fuji-Rollenhalter, einem qualitätvollen Korkgriff und einer klappbaren Öse für den Haken. Das alles an einem vorzüglichen Blank hat seinen Preis, nämlich rund 300 Euro. Und das ist schließlich der einzige Punkt bei dieser Rute, über den man vor dem Kauf etwas länger nachdenken könnte. |